| ... 1. FBL - Stimmen aus dem Netz ... |
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OSC Baden-Baden: "(31-03-2010): Da Halle, wenn auch nur mit 3,5-2,5, 2x siegreich blieb, änderte sich am Status quo nichts mehr und unsere Damen sicherten mit einem 3,5-2,5 gegen Bad Königshofen und einem 4-2 gegen die Rodewischer Schachmiezen den zweiten Platz." (Philipp Schlosser OSC Baden-Baden) Hamburger SK 1830: "Es hat nicht gereicht! In einem spannenden Wettkampf, der wieder vorzüglich und zeitnah von Roland Voigt dokumentiert wurde, reichte es gegen den Konkurrenten Großlehna nur zum Unentschieden und damit wurde es nichts mit dem Medaillenplatz!Schade, aber dennoch können wir sicher auf eine mit dem 4. Platz erfolgreiche Saison zurückblicken. Mädels, kommt gut zurück - und nicht die Köpfe hängen lassen! Unsere Glückwünsche gehen an den neuen Deutschen Meister USV Volksbank Halle, der sich in zwei knappen Wettkämpfen die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließ und verdient den Titel geholt hat!"... (Hamburger SK 1830) SC Leipzig-Gohlis: "Am Wochenende wurden die letzten beiden Runden der aktuellen Frauenbundesliga-Saison gespielt. Gohlis siegte am Samstag 4:2 gegen den Hamburger SK und am Sonntag 3,5:2,5 gegen den SK Lehrte. Damit erreicht unsere Mannschaft am Ende mit ordentlichen 12:10 Mannschaftspunkten den 7. Tabellenplatz. Deutscher Meister wurde der USV Volksbank Halle mit 20:2 Mannschaftspunkten vor den Mannschaften von Baden-Baden und Großlehna. Herzlichen Glückwunsch!" (SC Leipzig-Gohlis) SV Stuttgart-Wolfbusch 1956: "Nach der 2,5:3,5-Niederlage beendet unser Frauenteam die Saison als Vorletzter. Deutscher Meister wurde der USV Halle, allerdings erst nach einem erneut knappen 3,5:2,5-Sieg gegen Erfurt. Der direkte Wiederabstieg ist für unser junges Team natürlich kein Beinbruch, deshalb hielt sich die Enttäuschung am Ende auch deutlich in Grenzen. Dazu hat sicher auch beigetragen, dass der Spielverlauf nie besonders große Hoffnungen weckte. Vielleicht hatte die Runde gegen Halle zuvor viel Energie gekostet, vielleicht war es auch ein bisschen die Angst vor der eigenen Courage. Allein der Umstand, dass wir wirklich bis zuletzt realistische Chancen hatten, den Klassenerhalt zu schaffen, ist mehr, als man vor der Saison erhoffen konnte. Wie stark sich die Mannschaft insgesamt präsentiert hat, zeigt sich auch daran, dass sie mit 26 Brettpunkten deutlich mehr erzielt hat, als die drei anderen Abstiegskandidaten. Bei vier knappen 2,5:3,5-Niederlagen war zweifellos der eine oder andere Mannschaftspunkt mehr drin. Insofern ist es schon traurig, dass es jetzt erstmal wieder vorbei ist. In jedem Fall hat die Saison sehr viel Spaß gemacht und unsere Spielerinnen sicherlich auch schachlich weitergebracht. Nach vorläufiger Prüfung haben sowohl Katja Jussupow, als auch Larissa Erben jeweils eine WIM-Norm erzielt, dafür herzlichen Glückwunsch! Ein bemerkenswertes Saisonergebnis erzielte auch Nadine Stitterich, die mit 17 Jahren als jüngste im Team genauso wie Sonja, Katja und Larissa alle Saisonspiele bestritten hat. Nadine holte gegen ihre sechs stärksten Gegnerinnen mit einem Elo-Schnitt von 2229 drei Punkte aus sechs Partien, was von der Leistung her auch nicht weit von einer Norm entfernt wäre. Dass es dafür nicht gereicht hat, liegt daran, dass sie gegen ihre fünf schwächsten Gegnerinnen (Schnitt 1948) nur einen Punkt holte! Das zeigt aber, wie viel Luft nach oben bei ihr noch vorhanden ist. Letzteres gilt freilich für alle, denn – wurde das schon mal erwähnt…? – die Mannschaft ist unglaublich jung! Abgesehen von Annegret Weng (3 Einsätze), die leider nur in den Heimspielen verfügbar war, wo wir prompt die Punkte erzielten, und Gabriele Häcker (2 Einsätze), kamen ausschließlich Spielerinnen im Altersbereich von 16 bis 24 Jahren zum Einsatz. Auch das ist sicherlich ein Grund für die stets hervorragende Stimmung in der homogenen Mannschaft und die guten Saisonleistungen. Damit besteht also die Hoffnung, dass das Team in ähnlicher Besetzung zusammenbleiben und sich weiterentwickeln kann. Vielleicht kommen wir in naher Zukunft dann wieder zurück nach oben. Zum Abschluss gilt unser Dank all denen, die im Saisonverlauf unsere Mannschaft unterstützt, Ergebnisse verfolgt, Heimspiele besucht und Daumen gedrückt haben! (Alex H - SV Stuttgart-Wolfbusch 1956) SV Medizin Erfurt: "Auf Platz 12 beenden unsere Frauen den Ausflug in die "Creme de la Creme" des Deutschen Frauenschachs. Meine Hochachtung - Ihr habt es probiert, nächstes Jahr werden die Figuren neu aufgestellt ... Varvara und Katrin holten ihren ersten Sieg ! Dazu 5x Remis und gegen den neuen Deutschen Meister das zweitbeste Ergebnis geholt !" (Gerald Kohl - SV Medizin Erfurt) USV Volksbank Halle:
"HALLE/MZ. Jürgen Luther lehnte fröhlich aber dankend ab. "Ist nicht meine Größe", juxte er als Beobachter der launigen Umkleideaktion. Nebenan streiften sich derweil seine jubelnden Damen die vorab bedruckte T-Shirts über. "USV Volksbank Halle - Deutscher Meister 2010" stand darauf. Der Sponsor hatte einfach Vertrauen gehabt, dass der Coup gelingen würde: Halle stellt die beste Frauen-Schach-Mannschaft der Nation. Und Teamleiter Luther, dem als Chef-Stratege das T-Shirt ebenso zugestanden hätte, schüttelte seinen Sprachschatz nach Superlativen durch: "Phänomenal, großartig, fantastisch", fand er das Ganze. Zugleich gab er zu: "Eben ist bei mir jede Menge Ballast abgefallen."
Denn am letzten Wochenende der Bundesliga hatten die Damen seine wie auch ihre eigenen Nerven noch einmal gehörigen Zerreißproben ausgesetzt. Dabei schien der Weg zu Titel plan wie ein Schachbrett. Die Heimspiel-Kontrahenten hießen SV Wolfbusch und Medizin Erfurt - zwei potenzielle Absteiger. Doch gerade im Duell am Sonntag mit den Thüringerinnen knisterte es vor Spannung. "Claudia Eckhard steht auf verlorenem Posten, Anna Sharevich dagegen sollte gewinnen", meinte Luther nach etwa zweieinhalb Stunden Spielzeit beim Blick auf die sechs Duelle. Die anderen vier Partien standen spitz auf Knopf. Nur Remis würden nicht reichen, um die Spitze zu behaupten. Dann verlor jedoch Jordanka Belic. Tatjana Melamed musste mit einem Remis vorlieb nehmen. Es wurde eng. Aber Tatjana Kononenko sorgte an Brett eins für den Ausgleich des USV. So hing das ganze Wohl der Saison an Ildiko Madl. Sie war zum Siegen verdammt. Und die Ungarin behielt die Ruhe, meisterte die Drucksituation. Um 13.35 Uhr stand ihr Sieg und damit der zweite Titel für Halle nach 2007 fest. "Das hat sie toll gemacht", sagte Luther und stieß mit einem Glas Sekt mit der Matchwinnerin an.
Ausgerechnet Madl. Am Vortag hatte sie im Duell mit dem SV Wolfbusch noch gepatzt und im Schnelldurchgang ihre einzige Saisonpleite kassiert. Doch da waren Tatjana Melamed und Claudia Eckhard mit vollen Punkten in die Bresche gesprungen und hatten den 3,5:2,5-Sieg aus dem Feuer gerissen. "Überhaupt", sagt Luther, "uns hat ausgezeichnet, dass wir als wirkliches Team gespielt haben. Eine hat für die andere mitgekämpft". Insgesamt setzte er von den 14 Spielerinnen aus seinem Aufgebot neun im Verlauf der Saison ein - und keine enttäuschte."
(VON CHRISTOPH KARPE - Mitteldeutsche Zeitung)
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