... Rückblicke auf das erste Bundesligawochenende der Frauen ...

Perfekter Start für den SK Großlehna

Wie schon im vergangenen Jahr gelang den Großlehnaer Schachdamen in der Markranstädter Stadthalle ein glänzender Auftakt der neuen Saison. Der erste Gegner war Aufsteiger SK Lehrte. Gegen die Niedersachsen waren die Gastgeber klarer Favorit, aber es wurde ein langer und schwerer Kampf. Eva Kulovana konnte wieder einmal mit ihrer schnellen und aggressiven Spielweise den ersten Punkt einfahren. Carmen Voicu-Jagodzinsky und Neuzugang Iweta Rajlich folgten ihr nach und Christina Lehmann stellte mit ihrem Unentschieden den Mannschaftssieg sicher. Das Endergebnis von 4,5 : 1,5 kam durch den Sieg von Andjelija Stojanovic und die Niederlage von Anastazia Karlovich zu Stande.
Am folgenden Tag saß mit dem Hamburger SK ein Angstgegner der Großlehnaerinnen an den Brettern. Obwohl beide Mannschaften etwa gleichstark sind, gab es immer meist deutliche Niederlagen. Doch dieses Mal kam es ganz anders. Nur an den ersten beiden Brettern konnten die Spielerinnen aus dem Norden gegenhalten und Iweta Rajlich und Andjelija Stojanovic ein Unentschieden abringen. Alle anderen Partien gingen an Großlehna. Anastazia Karlovich, Eva Kulovana, Carmen Voicu-Jagodzinsky und Martina Skogvall gewannen und sorgten für einen klaren 5 : 1-Erfolg.
In der Tabelle liegen die SKG-Damen auf dem zweiten Platz hinter den Dresdnerinnen, denen noch höhere Siege gelangen. Weiter geht es am 6./7. Dezember mit Spielen gegen die beiden Leipziger Mannschaften. Bis dahin richten sich die Blicke der Schachspieler auf Dresden. Dort findet mit der Schacholympiade die größte Schachveranstaltung überhaupt statt. Über 150 Männer- und 100 Frauenmannschaften kämpfen für ihre Länder um Medaillen. Fünf Spielerinnen des SK Großlehna sind dabei.

Heiko Hübner - SK Großlehna

Bericht aus Lehrte: Bundesliga - 8./9. November - Doppelrunde in Großlehna: Die 1. Mannschaft bekam in der 1. Runde zum ersten Mal die rauhe Bundesligaluft zu spüren und verlor gegen den SK Großlehna mit 1,5:4,5. Punkten konnte Jasmin Laake, während Yvonne Lösch remisierte.
In der 2. Runde konnte gegen den USV Halle ein sensationelles 3:3 erkämpft werden. Hier punkteten Jasmin Laake und Dorothee Schulze. Remis holten Yvonne Lösch und Marine Zschischang.
 

Bericht aus Halle: Frauenbundesliga - Sieg und Remis zum Auftakt

Am vergangenen Wochenende begann mit einer Doppelrunde in Großlehna die neue Saison der 1. Bundesliga im Frauenschach. Der USV Volksbank Halle startet mit einem starken Team und hat sich viel vorgenommen. Mit der Schach-Großmeisterin Natalia Straub konnte eine erstklassige Verstärkung für das Team verpflichtet werden. Auch Olga Korniienko, die zur Zeit in Halle studiert, ist in der neuen Spielzeit eine interessante Bereicherung. Zwei aktuelle Nationalspielerinnen stehen wieder in der Mannschaftsliste. Die Ungarin Ildiko Madl und die Weißrussin Anna Sharevich nehmen demnächst in den Nationalteams ihrer Länder an der Schach-Olympiade in Dresden teil.

 

Alle Spielerinnen gingen hochmotiviert in die Wettkämpfe gegen Hamburg und Lehrte. Am Samstag startete in der Stadthalle von Markranstädt die erste Runde gegen die starken Hamburgerinnen. An allen sechs Brettern bekam man spannende Duelle zu sehen. Anna Sharevich und Ildiko Madl siegten, Natalia Straub, Constanze Jahn und Claudia Eckhardt spielten jeweils remis. Am sechsten Brett gab Andrea Glaser in Zeitnot zwar einen Punkt ab, zeigte aber dennoch eine solide Leistung. Der neue Teamleiter des USV Volksbank Halle, Jürgen Luther, erwartete von seiner spielstarken Mannschaft mindestens 3 Punkte aus den ersten beiden Runden. Nur so stehen dem deutschen Meister des Jahres 2007 für die aktuelle Saison alle Tore offen. Und so ging man in gleicher Aufstellung am Sonntag gegen Lehrte an die Bretter. Mit einem 3:3 endete dieser sehr turbulent verlaufende Wettkampftag. Mit zwei sehr gut herausgespielten Siegen von Ildiko Madl und der Hallenserin Claudia Eckhardt sowie zwei Remisen von Andrea Glaser und Anna Sharevich wurde dieses Unentschieden erreicht. Somit ordnet sich der USV Volksbank Halle nach dem ersten Wettkampfwochenende auf einem guten fünften Tabellenplatz ein.

Bericht aus Hamburg: 1. FBL: Schlechter Start für die HSK Frauen

Am 8./9. November 2008 startete die 1. Frauenbundesliga in die Saison 2008/2009. Die Nord-Fraktion aus Hamburg und Lehrte, nominell im unteren Tabellenteil gesetzt, reiste nach Markranstädt in der Nähe von Leipzig, um gegen die favorisierten Mannschaften aus Halle und Großlehna anzutreten.

Am Samstagmittag kam es also zu den Paarungen
USV Halle - Hamburger SK
SKGroßlehna - SK Lehrte

Es entwickelten sich an vielen Brettern spannende und offene Partien, so dass Hamburg sogar lange Zeit auf ein 3-3 und damit einen Mannschaftspunkt hoffen durfte. Jade Schmidt hatte mit einem Schwarzsieg die Niederlage von Anna Gasik ausgeglichen, so dass es beim Stand von 2 ½ - 2 ½ an Marta Michna hing, die am Spitzenbrett gegen Ildiko Madl ein gleichfarbiges Läuferendspiel mit Minusbauern halten musste. Die Hoffnung war groß, dass dieses Unterfangen aus Hamburger Sicht erfolgreich laufen würde, doch Marta vergab in komplizierter Position die Remischance und musste sich schließlich geschlagen geben:
2 ½ - 3 ½ also der Endstand nach einer hochinteressanten Begegnung.
Im Nebenkampf verlor Lehrte erwartungsgemäß gegen die starken Mädels aus Großlehna, doch konnten sie dabei sogar noch 1 ½ Brettpunkte mitnehmen. Dafür verantwortlich war vor allem Jasmin Laake, die 2006 Deutsche Vizemeisterin U18 wurde und nun die hoch-favorisierte Anastazia Karlovich in einer starken Partie zur Aufgabe zwang.

Hamburger SK - SK Großlehna
SK Lehrte - USV Halle

Dies war den Hamburgerinnen am Sonntag leider nicht gegönnt; vier mehr oder weniger klare Niederlagen an den Brettern 3-6 bedeuteten schon früh den Verlust des Kampfes, so dass es nur noch um Schadensbegrenzung ging. Marta Michna remisierte sicher gegen Iweta Rajlich, und auch Anna Gasik konnte in einer harten Kampfpartie nach gut 5 Stunden Spielzeit ihre Gegnerin davon überzeugen, dass das Endspiel mit Mehrqualität nicht zu gewinnen ist. Das waren dann aber auch schon die einzigen Lichtblicke für Hamburg, über den Rest deckt sich der Mantel des Schweigens ... Mit 1-5 ging diese Paarung also deutlich und auch in der Höhe verdient zu Ende.
Besser machte es wieder der SK Lehrte: Gegen Halle gelang die Sensation, einen Mannschaftspunkt mitzunehmen. Erneut großen Anteil daran hatte Jasmin Laake, die mit viel Selbstvertrauen, Können und ein wenig Glück auch die klar besser notierte Natalia Straub schlug und ein tolles Wochenende für sich verbuchen konnte. Der Ausgang des Kampfes hing also an Marine Zschischang, die mit weniger als fünf Minuten ein interessantes, aber keineswegs einfaches Leichtfigurenendspiel gegen Anna Sharevich mindestens remis spielen musste. Keine leichte Aufgabe, hatte Anna doch gut 200 Wertungspunkte mehr und dazu noch über eine Stunde Zeit. Doch Marine hielt sich wacker, reklamierte bei unter zwei Minuten auf Remis und durfte sich am Ende über das Unentschieden zum 3-3 Endstand freuen.
Für Lehrte begann die Saison also durchaus vielversprechend, in Hamburg muss man sich dagegen auf eine schwierige Spielzeit einstellen. Halle ist über den Punktverlust gegen Lehrte sicher nicht glücklich, während Großlehna mit zwei souveränen, hohen Siegen klare Ambitionen auf eine vordere Platzierung anmeldete.

Jade Schmidt