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... Achtzehn Mannschaften nahmen am diesjährigen Europacup teil. Gespielt wurden sieben Runden im so genannten Schweizer System. Das bedeutet, dass die erste Runde nach einer Rangliste angesetzt wird. Danach spielt man immer gegen einen Tabellennachbarn, aber nur einmal gegen den gleichen Gegner.
In den Mannschaftsaufstellungen tummelte sich außer der Weltranglistenersten, der Ungarin Judit Polgar, und der neuen Weltmeisterin Alexandra Kosteniuk aus Russland die gesamte Weltelite des Frauenschachs. Man sah den neuen Shootingstar, die 20-jährige Inderin Humpy Koneru, das 14-jährige Wunderkind Hou Yifan aus China und Schachlegenden wie die langjährige Weltmeisterin Maja Tschiburdanidse. Auch die beste deutsche Spielerin, Elisabeth Pähtz, war in russischen Diensten vor Ort. Und man konnte diesen Spielerinnen nicht nur zusehen, sondern man kreuzte mit ihnen die Klingen.
Leider kamen nicht alle Großlehnaer Spielerinnen in diesen Genus, denn die Organisatoren hatten verfügt, dass nur fünf Spielerinnen pro Mannschaft aufgestellt werden durften. Eine Information darüber ist aber nie in Großlehna angekommen. Christina Lehmann war die Unglückliche, die nur zuschauen konnte.
In der ersten Runde bekam man es gleich mit dem russischen Meister Spartak Vidnoe zu tun. Obwohl man auf dem Papier klar unterlegen war, lieferten die Großlehnaer Damen einen großen Kampf, der aber am Ende nicht belohnt wurde. Die größere Routine der Weltklassespielerinnen setzte sich durch und es gab ein klares 0 : 4.
Am zweiten Spieltag ging es gegen die gleichwertige Mannschaft aus Haifa. Lange sah es nach einem Großlehnaer Sieg aus, aber nach sechseinhalb Stunden und 120 Zügen überschritt Svetlana ihre Bedenkzeit und es stand 2 : 2.
Chancenlos war die Mannschaft in der dritten Runde, als es wieder gegen einen Vertreter Russlands ging. Economist Saratow mit Elisabeth Pähtz am dritten Brett war in allen Belangen überlegen: 0 : 4
Die vierte Runde brachte mit Vandouevre Echecs einen schlagbaren Gegner. Leider hatten die Großlehnaer Damen keinen guten Tag erwischt und verloren knapp mit 1,5 : 2,5.
In der nächsten Runde gab es endlich den ersten Europapokalsieg: 3,5 : 0,5 gegen die Gastgeberinnen aus Thessaloniki.
Das Turniersystem bringt es mit sich, dass man nach einem Sieg und einem Sprung in der Tabelle wieder einen starken Gegner bekommt. In der sechsten Runde war das die rumänische Mannschaft aus Iasi. Lange Zeit sah es nach einem Sieg der SKG-Damen aus, aber einige Partien kippten noch um und es gab eine 1 : 3-Niederlage.
Als Abschluss gab es ein 4 : 0 gegen die französische Mannschaft aus Bischwiller.
Das bedeutete am Ende Platz 14 für die Großlehnaer Damen. Völlig zufrieden kann man damit nicht sein, denn es wurden einige gute Möglichkeiten ausgelassen. Aber man darf nicht vergessen, dass es die erste Teilnahme bei einem solchen Turnier war und das einige Spielerinnen fehlten.
Europacupsieger wurde die favorisierte Mannschaft aus Monaco vor Spartak Vidnoe.
Am 24. Oktober traf die Mannschaft erschöpft, aber mit vielen schönen Eindrücken und Erlebnissen, wieder in Deutschland ein.
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