| TSV Schott Mainz | | | SK Großlehna | 2,0 : | 4,0 | | Brett 1 | WIM Worek, Joanna | | | WGM Voicu, Carmen | 1,0 : | 0,0 | | Brett 2 | WFM Leks, Hanna | | | WGM (IM) Petrenko, Svetlana | 0,0 : | 1,0 | | Brett 3 | Endress, Anna | | | WGM Stojanovic, Andjelija | 0,0 : | 1,0 | | Brett 4 | Klein, Annette | | | WFM Kulovana, Eva | 0,5 : | 0,5 | | Brett 5 | Krasnopeyeva, Julia | | | Lehmann, Christina | 0,5 : | 0,5 | | Brett 6 | Klein, Cornelia | | | Skogvall, Martina | 0,0 : | 1,0 |
... und unser Reisepartner | Brett | Rodewischer Schachmiezen | 2,5 : 3,5 | USV Halle | | 1 | WIM Steinbacher, Claudia | 0,5 : 0,5 | WGM (IM) Madl, Ildiko | | 2 | Guenther, Anetta | 0,5 : 0,5 | WGM Melamed, Tatiana | | 3 | WFM Kubikova, Alena | 0,5 : 0,5 | WGM Sharevich, Anna | | 4 | WFM Kubikova, Hana | - : + | Eckhardt, Claudia | | 5 | Sander, Heike | 0,5 : 0,5 | Jahn, Constanze | | 6 | Penn, Colette | 0,5 : 0,5 | Krege, Sandra |
Vorbericht(e) Hierzu möchten wir unseren Reisepartner den Vorrang geben. ..."Halle/MZ. "Wir sind stark genug, wir gewinnen am Wochenende unsere beiden Heimspiele", ist Anton Csulits, der Mannschaftsleiter des Schach-Teams USV Volksbank Halle, überzeugt. Und weiter: "Wenn dann noch Leipzig mit einem Heimsieg gegen Kiel mitspielt, wären wir dem Abstiegsgespenst gerade noch einmal von der Schippe gesprungen." Was so einfach klingt, ist natürlich viel komplizierter. Zweckoptimismus, Hätte, Wenn und Abermüssen nachhelfen. Fakt ist: Halles Frauen, 1991 Gründungsmitglied der Schach-Bundesliga und neben Dresden als einziges Team all die Jahre über erstklassig, haben bislang eine rabenschwarze Saison erwischt. Drei Spitzenspielerinnen fielen fast komplett aus, ein Manko, das in der mit ausländischen Stars gespickten Bundesliga nicht auszugleichen war. Am ersten Brett kam Tatiana Kononenko nie zum Einsatz. "Sie hat schon zwei Jahre für uns gespielt, nie gab es Probleme mit dem jedes Mal neu zu beantragenden Visum. Bis zum Herbst 2007, als es ihr plötzlich ohne Angaben von Gründen verweigert wurde", erklärt Csulits. Immer wieder wurden neue Anträge gestellt, Kononenko ist in ihrer ukrainischen Heimat selbst von Amt zu Amt gelaufen - alles erfolglos. Die Ungarin Ildiko Madl rückte vom zweiten Brett nach, machte ihre Sache auch recht ordentlich, aber an den nächsten Brettern klafften die nächsten Lücken. Am dritten Brett wurden mitten in der Saison der hochschwangeren Ungarin Nicoletta Lakos die Reisestrapazen zu viel, auch die Weißrussin Anna Sharevicz kam wegen zahlreicher anderer Verpflichtungen nur höchst selten zu den Bundesligaspielen nach Deutschland. "Wir haben vor der Saison nicht im entferntesten geahnt, welche Schwierigkeiten auf uns zukommen. Sonst hätten wir den Kader ganz anders zusammengestellt. Aber mitten in der Saison waren keine Änderungen mehr möglich. Wir mussten also weitgehend mit unerfahrenem Nachwuchs antreten", macht Csulits vor dem Schicksalswochenende noch einmal die besondere Problematik deutlich. Pflicht sind für Halle zum Saisonabschluss zwei Siege, zu denen Ildiko Madl am Spitzenbrett das Löwenanteil beisteuern soll. Am Samstag (14 Uhr) gegen Mainz und am Sonntag (9 Uhr / beide Spiele in der Volksbank, Wilhelm-Külz-Straße) gegen Rodewisch. Dazu muss Leipzig sein Heimspiel gegen Kiel gewinnen, dann würde es am Ende Kiel statt Halle erwischen. "Ich hoffe einfach, dass Leipzig für uns spielt. Etwas anderes bleibt uns im Moment auch nicht übrig", sagt Csulits und versichert: "Wir haben bislang noch nie über einen Neuanfang in der zweiten Bundesliga gesprochen."...(published by mz-web.de / Gottfried Schalow) Für unser Team ist das letzte Punktspiel zum Finale um die deutsche Vizemeisterschaft geworden. Sicherlich ein Traum, den keiner im Verein für möglich gehalten hat. Egal ob dieser Traum in Erfüllung gehen wird, die Mannschaft wird heute Nachmittag, mit Stolz ihr Glas auf die erfolgreichste Meisterschaft erheben. Die Berichterstattung wird heute erst nach dem Punktspiel erfolgen. Denn verständlich dürfte es sein, dass fast alle schachsport begeisterten Vereinsmitglieder und Anhänger unserer Frauenmannschaft, dieses Finale Live erleben möchten. Bericht(e) Wer diese unvergesslichen Stunden in der Vereinsgeschichte erlebt hat, wird verstehen, warum etwas Zeit vergehen muss, um die entsprechenden Worte zu finden. Sicherlich haben viele schon auf unsere erste Reaktion gewartet, aber es gibt Momente im Leben, wo auch wir zu der Feststellung gelangen und uns die Frage stellen: Danke, das wir Dies erleben durften und erleben wir Dies noch einmal!? Um die Ereignisse des Tages richtig zu übermitteln, wollen wir den Tag an dieser Stelle bis zum Punktspielende so schildern wie er war. ...die Nacht war zu Ende, der Morgen kam... Alle Spielerinnen gingen sehr zeitig am Vorabend zu Bett. Aber eine ruhige Nacht war es für die Wenigsten. Ebenso erging es allen Denjenigen, die sehr intensiv die Saison miterlebt hatten. Selten kommt es vor, dass die Frauen unseren Mannschaft-und Spielleiter Andreas Rothe anrufen, obwohl noch aureichend Zeit für die Anreise zum Spiellokal vorhanden ist, - Andreas wo bleibst Du? Die Anspannung war jedem Teammitglied anzusehen, obwohl das Saisonziel - Klassenerhalt - schon erfüllt war. ...wenn das Wort "Team", nicht nur ein Wort ist... Schon vor dem Punktspielwochenende, gab es für Andreas Rothe das "angenehme" Problem, wie stelle ich die Mannschaft auf, den alle wollten spielen und ihren Beitrag zum Erfolg leisten. Wir entschlossen uns 9 Spielerinnen einzuladen. Auch wenn Verena Nagel nicht zum Einsatz gekommen ist, ist Sie sehr dankbar, dass Sie diese Tage bei der Mannschaft mit erleben durfte. ...der Kampf an den 64 Feldern... Es fehlte die Lockerheit an den Brettern, denn jede Spielerin wollte gewinnen. So gab es in der ersten Phase der einzelnen Partien, die Anfrage an Andreas Rothe - wenn man sich die verbrauchte Bedenkzeit betrachtet, wäre es nicht besser, der SK Großlehna würde sich beim Fernschach anmelden!? Aber langsam nahmen die Frauen Fahrt auf. Die ersten Ergebnisse waren, dass unser Brett 1 verlor und Brett 6 gewann. Eva und Christina einigten sich mit Ihren Gegnerinnen auf ein Remis und an allen restlichen Brettern wurde ein Sieg geholt. 4,0 : 2,0 für Großlehna! ...Entscheidungen treffen, fällt manchmal schwer, aber zum Glück war es die Richtige... Wie schon in der Vergangenheit, gehört ein Blumenstrauss für unsere Frauen, zum Saisonabschluss einfach dazu. Die Idee war schön, den Strauss mit Bändern zu komplettieren, aber wenn darauf auch der Platz stehen soll, kommt auch ein Mannschaftsleiter ins Schwitzen. Im ständigen Kontakt mit dem Blumenladen, stellte sich die Frage - Platz 2 oder 3!? Aber Andreas Rothe traf 12:30 Uhr die richtige Entscheidung! ...Erlösung und grenzenlose Freude... Alle angereisten Vereinsmitglieder und die Spielerinnen mussten die Brettpunkte in Torgelow von Dresden im Auge behalten. Als der erlösende Moment kam, dass Dresden nicht mehr den 2. Platz erzielen kann, war die Freude grenzenlos. Freudentrännen gehören in solchen Momenten einfach dazu! Wie es danach weiter ging, soll kein Geheimnis bleiben. Wir haben uns entschlossen einen separaten Artikel zu verfassen.
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